Herzlich Willkommen

Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen gerne etwas über Pferdeverhalten, Pferdehaltung, Probleme im Umgang mit Pferden, die Reitpädagogik, mich und meine Arbeit erzählen. 
Die Pferdepsychologie beschäftigt sich unter anderem mit dem Verhalten von Pferden auf wissenschaftlichen Grundlagen, mit der Verhaltensbiologie und der Ethologie der Pferde. Um zwischen "echten Verhaltensstörungen" oder natürlichem, aber unerwünschtem Verhalten unterscheiden zu können, ist es wichtig, das natürliche Verhaltensrepertoire der Pferde zu kennen und zum Beispiel zwischen organischen, haltungsbedingten oder erlernten Ursachen zu unterscheiden. Oft sind es auch einfach "nur" Missverständnisse in der Mensch-Pferd-Beziehung, die zu Problemen führen. Pferde und Menschen sprechen nun mal nicht die gleiche Sprache. Die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd spielt aber eine ganz entscheidende Rolle!
Im Umgang, unter dem Sattel, bei der Freiarbeit, bei Longieren oder Fahren, bei jedem Kontakt mit Pferden, ist es wichtig gut miteinander zu harmonieren. Deswegen sind wir Menschen es, die lernen müssen unsere vierbeinigen Freunde zu verstehen. Um nachzuvollziehen, warum Pferde manche Dinge tun und andere nicht, ist es wichtig sein Wissen über Pferde und deren natürliche Verhaltensweisen immer zu erweitern, denn man selbst und dass Pferd lernen nie aus. 
Pferd und fair gehört für mich zusammen wie Himmel und Erde. Gibt man "Fair" zum Beispiel im Internet ein, steht dort zur Beschreibung: ". . . so, dass man in seinem Handeln gerecht, ehrlich und anständig ist" oder aus dem Duden: ". . ., den Regeln des Zusammenlebens entsprechend, anständig, gerecht im Verhalten gegenüber anderen". Das finde ich sehr zutreffend, besonders im Umgang mit Tieren. Auch Verstehen, Verständnis und Verstand gehören zu jeder guten Beziehung dazu und so kam es zum Namen "Pferdefairstand ". Die Antwort auf die Frage, ob Menschen überhaupt echten Pferdeverstand haben können, bleibt hier offen und jedem Selbst überlassen.

Ein weiteres Herzensprojekt ist die Reitpädagogik. Der Umgang mit Pferden tut Kindern gut, das steht zweifellos außer Frage. Reiten fördert die soziale und charakterliche Entwicklung. Auch die motorischen Fähigkeiten werden gefördert sowie Koordination und Konzentration. Die Reitpädagogik setzt genau hier an. Altersentsprechend und spielerisch lernen die Kinder am und mit dem Pony. Formen, Farben, Zahlen, Buchstaben, Geschicklichkeits- und Denkspiele werden kombiniert mit dem Basis-Wissen rund um das Thema Pony. Es ist mir wichtig den Kindern auch altersentsprechend die Bedürfnisse und natürlichen Verhaltensweisen der Pferde und Ponys zu vermitteln und ihnen dabei die "Pferdesprache für Kinder" näher zu bringen.

 

 

 

  • Ihr Kind ist zwischen 2 und 7 und sie suchen ein reitpädagogisches Angebot?

  • Sie brauchen Unterstützung im Umgang mit einem Pferd?

  • Sie kommen im Training einfach nicht weiter? 

  • Sie haben ein sogenanntes "Problempferd"?

  • Sie möchten die Haltungsbedingungen Ihres Pferdes verbessern?

  • Sie möchten mehr über das natürliche Verhalten von Pferden lernen?

  • Sie suchen "alternative Beschäftigungsangebote" für sich und  Ihr Pferd?

  • Sie haben Fragen zur pferdegerechten Haltung oder planen einen Stallwechsel?

  • In Ihrer Pferdegruppe gibt es immer wieder Probleme, ständige Unruhe oder es kommt oft zu schweren Auseinandersetzungen?

  • Ihr Pferd ist öfter krank oder befindet sich in einem schlechten Allgemeinzustand, tierärztlich wurden aber sämtliche organische Ursachen ausgeschlossen?

  • Ihr Pferd koppt, webt, oder zeigt andere Verhaltensaufälligkeiten?

  • Sie haben Probleme beim Satteln oder Trensen ?

  • Ihr Pferd möchte nicht in den Pferdeanhänger steigen ?

  • Sie möchten die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Pferd verbessern ?

    Dann sprechen Sie mich an, bei diesen und anderen Fragen helfe ich Ihnen gerne weiter!

BLOGARTIKEL:

2017-10-11

Warum Kinderreitunterricht vermeintlich so teuer ist ?!

Warum Reitunterricht vermeintlich so teuer ist, oder…. ein Fußball zahlt keine Berufsgenossenschaft !

Viele Kinder möchten reiten, oder zumindest mal Umgang mit einem Pony haben. Dann machen sich die mehr oder weniger pferdebegeisterten Eltern auf die Suche, nach einer geeigneten Möglichkeit. Viele Reitschulen sind mittlerweile überlaufen, die Nachfrage liegt weit über dem Angebot, gerade im Bereich Kindergartenkinder. Oft kommen die Kinder dann erstmal auf eine Warteliste und müssen Geduld haben.
Viele Eltern setzten sich dann zum ersten Mal mit den Preisen für Reitunterricht auseinander. Sie stoßen auf einen vermeintlich hohen Preis für den Kinderreitunterricht, wo doch dass Kind “nur mal ne Stunde” vom Pony spazieren getragen wird. Aber wie kommen solche Preise wirklich zustande ?

Zunächst fällt ein Schulpony ja nicht einfach mal so “vom Himmel”. Je nach Alter, Rasse und Ausbildungsstand kostet es zwischen 300 € und 2000 €. Jetzt hat man zwar ein Pony, aber in der Sporttasche kann man es wohl nicht verstauen. Also muss auch ein “Stellplatz” her. Natürlich wird eine Reitschule auch eigene Möglichkeiten haben, die Schulponys unterzubringen, aber selbst bei der Haltung in Eigenregie kann man durchschnittlich mit mindestens 100 € “Haltungskosten” im Monat rechnen. Hier rein fallen zum Beispiel die Instandhaltung von Gebäuden, Weidepflege, Weidezaun, ein Weidezaungerät, Berufsgenossenschaft für Flächen, Gebäudeversicherungen, Entsorgung von Mist, Grundbesitzabgaben, der Beitrag für die Tierseuchenkasse und, und, und… .
Dann möchte dass Pony natürlich auch fressen und weich und trocken schlafen. Für Heu, Stroh Mineralfutter und Wasser kann man ungefähr mit weiteren 50 € im Monat rechnen. Einmal im Monat kommt auch der Schmied oder Hufpfleger, er kümmert sich sozusagen um die Pediküre, hierfür zahlt man je nach Umfang mindestens 15 €. Mehrmals im Jahr müssen die Pferde und Ponys auch auf Parasiten im Magen-Darm Trakt untersucht und behandelt werden, dies schlägt mit ca. 50 € im Jahr zu buche. Mindestens einmal im Jahr kommt der Pferdezahnarzt, um das Gebiss der Pferde und Ponys zu kontrollieren, diese Untersuchung und gegebenenfalls Behandlung kostet mindesten 120 €, hierzu kommen nochmal ca. 120 € jährlich für Impfungen.
Als Pferdehalter muss man auch seinen Beitrag an die Berufsgenossenschaft zahlen, durchschnittlich 120 € im Jahr pro Pferd/ Pony fallen hier an. Eine Reitlehrer- und Schulpferdehaftpflicht ist ein absolutes Muss, um auch im Ernstfall abgesichert zu sein, die Basisversion kostet hier ca. 20 € im Monat. Für den Reitunterricht braucht man neben einem Pferd oder Pony natürlich auch eine entsprechende Ausrüstung. Als Beispiel nenne ich hier nur mal ein paar Dinge die zur Grundausstattung gehören: Halfter und Strick ab 15 €, ein Pad oder Unterlage 20 €, ein Voltegiergurt mindestens 40 €, Trense ab 35 €, Sattel über 100 €, Putzsachen ca. 20 €, hierbei sind natürlich nach oben keine Grenzen gesetzt.
Zu all diesen Dingen kommen noch die Kosten für die eigene Ausbildung (Reitlehrer) und dem Schulpferd/ Pony. Es gibt zwar diverse Ausbildungen, aber alle haben eins gemeinsam! Sie kosten Geld.
Für den Unterricht braucht man auch noch weitere Utensilien wie z.B. Stangen, Pylonen, Bälle, schriftliche Unterrichtsmaterialien und viele weitere Dinge, diese müssen alle erstmal investiert werden. Bei all diesen Kosten bin ich jetzt mal von der absoluten Untergrenze ausgegangen, dies ist sozusagen die Grundausstattung. Hierbei sind noch keine Kosten für Notfälle, wie ein notwendiger Klinikaufenthalt oder Tierarztbesuche mit eingerechnet. Auch bauliche Investitionen wie zum Beispiel ein Reitplatz oder gar eine Reithalle, lasse ich mal außen vor.
Ach ja, der Staat möchte natürlich auch noch seinen Teil vom Kuchen abhaben, Reitunterricht ist nämlich mit 19 % beim Finanzamt zu versteuern.
All diese Punkte führen dazu, dass Reitunterricht kostet, was er kostet. Auch Kinderreitunterricht muss noch irgendwie wirtschaftlich sein. Wenn man zu den Kosten die die Vierbeiner “ausmachen”, jetzt noch mal seine eigene Zeit mit dem Mindestlohn berechnet, werden viele Eltern wahrscheinlich Verständnis für die Preise haben. Vielleicht ist der Tanzunterricht der Balettlehrerin von nebenan, die in den eigenen vier Wänden unterrichtet, ja günstiger, oder Fußball, oder Tennis …, vielleicht aber auch nicht….. ! Natürlich sollte man immer auch das Preis-Leistungsverhältnis im Auge behalten. Was wird angeboten ? Einzelunterricht, Gruppenunterricht ? Umso größer die Gruppe umso mehr teilen sich natürlich irgendwie den Preis, aber eben auch den Reitlehrer und seine Aufmerksamkeit.
Und man darf niemals vergessen dass wir es ja mit Lebewesen zu tun haben, die regelmäßig versorgt werden wollen und deshalb auch Kosten damit verbunden sind!

(Bei all den Angaben zu den Kosten handelt es sich um ungefähre Einschatzungen, diese können natürlich stark nach oben variieren, je nach Ort und Lage des Schulbetriebes, sie sollen nur zur groben Orientierung dienen.)

Admin - 19:12:03 | Kommentar hinzufügen

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